Richard J. Vogel: Von AIDA bis Mein Schiff - 30 Jahre neue deutsche Kreuzfahrt #25

Shownotes

Richard J. Vogel hat AIDA Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb aufgebaut und 2008 TUI Cruises gegründet. Anlässlich 30 Jahren AIDA spricht er über die schwierigen Anfangsjahre, die Entstehung des Wohlfühlschiff-Konzepts, das Premium-All-inclusive-Modell und die Chancen für neue Kreuzfahrtmarken in Deutschland. Ein seltener Einblick hinter die Kulissen der deutschen Kreuzfahrtgeschichte.

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00:00:00: In diesen Tagen wird die Rederei dreißig Jahre alt, die die Kreuzfahrt in Deutschland revolutioniert hat.

00:00:11: Ich würde sogar ein bisschen weitergehen.

00:00:13: Und ich würde sagen, es war im Grunde der Start in eine Phase die ich mal als neue deutsche Kreuzfahrt bezeichnen würde mit AIDA, und in mein Schiff zwei Tausendneuen kamen plötzlich neue Produkte auf den Markt, die ganz wenig nur noch zu tun hatten mit der klassischen Kreuzahrt wie man's vorher kannte.

00:00:32: ja und wenn jetzt AIDa dreizig Jahre wird dann bedeutet das auch entsprechend Die Neue Deutsche Kreuzwarte wird auch dreißig Jahre alt und darüber möchte ich sprechen heute mit einem Mann, der die Kreuzfahrt in Deutschland maßgeblich geprägt hat.

00:00:45: Erst als Marketing- und Vertriebschef bei Jaida dann als Gründungschef von TUI Cruises.

00:00:50: Herzlich willkommen lieber Richard Vogel!

00:00:58: Schauen wir mal.

00:00:59: Es gibt viel zu besprechen, gucken ob wir da durchkommen.

00:01:03: bei dreißig Jahren gibt es viel zu erzählen.

00:01:05: Wer will mal zurückschauen auf die Kreuzfahrtbranche wie sie eigentlich aussah in Deutschland Mitte der neunziger Jahre?

00:01:11: Da hatte man so Anbieter wie Deilmann, Transocian, Hapak-Leutkreuzfahrten schon, Phoenix Reisen gab's auch.

00:01:18: Die haben klassische Kreuzfahrten angeboten.

00:01:20: und ja die Idee von Naida war es dann The Spirit vom Club Urlaub aufs Meer zu bringen also quasi Robinson Club auf dem Wasser.

00:01:28: Sie haben überhaupt nur ein paar Tage vor der Taufe der ersten Heider da angefangen, hatten sie davor jemals eine Kreuzfahrt gemacht?

00:01:38: Also meine einzige Begegnung die ich auch im Wasser hatte das war ne Fähre vom Sende-Gall nach Gambia.

00:01:45: aber ansonsten ehrlich gesagt nicht nein es tatsächlich das erste Mal, dass ich mit der Kreuzfahrt im Büro kam und ich hätte es mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen können.

00:01:59: Wenn die Idee oder das Klubkonzept als Philosophie nicht dahinter gestanden hätte bei so etwas umzusetzen ist abgesehen von den technischen Voraussetzungen, dass sowas auf dem Wasser stattfindet an Land nichts anderes, wie auf dem Wasser auch.

00:02:21: Und deswegen hat mich das fasziniert und deswegen habe ich mich damals auch auf das Abenteuer AIDA eingelassen.

00:02:29: Man musste wirklich sagen es war ein Abenteurer und viele meiner damaligen Wegbrickleiter haben mich auch, ich sage das mal ganz froh sich gewarnt diesen Schritt zu gehen.

00:02:42: Die erste Aida war aus der damaligen Sicht riesig, nämlich knapp sechshundert Kabinen.

00:02:49: Übrigens damals alle ohne Balkon.

00:02:51: also ja wenn wir später vielleicht noch über Größen sprechen.

00:02:54: Damals hat man das als sehr groß empfunden und als sie dann ein paar Tage vor der Taufe angefangen haben da wars jetzt vermutlich nicht ihre Aufgabe den Buchungsansturm zu verwalten so will ich es mal sagen oder?

00:03:07: Das wäre schön gewesen aber ich glaube dann hätte man mich auch nicht gebraucht oder gewollt wenn man diesen Buchungsansturm gehabt hätte.

00:03:14: Nein, das war einfach so, dass fünf Tage, sechs Tage vor der Taufe es insgesamt für die laufende Saison sixundneinzig eintausendfünfhundert sogenannte Buchungen gab wobei man damals Paxi gezählt hat und nicht Kabinen, wovon neunhundert in Optionen waren also das ganze fünf Tage vor der Taufe.

00:03:41: Für die

00:03:41: gesamte

00:03:42: Saison?

00:03:43: Ja, insofern war das schon eine äußerst spannende Aufgabe.

00:03:51: Aber hatte man das vorher vergessen so nach dem Motto Mensch jetzt bauen wir hier was auf aber ach Gott ja wir müssen es auch noch verkaufen oder hat man's einfach nicht hingekriegt.

00:04:00: und sie waren jetzt derjenige der dann da also der Zauberer der gesucht wurde sozusagen.

00:04:07: Ich bin da immer so ein bisschen vorsichtig.

00:04:09: Ich habe das sicherlich einen großen Anteil daran gehabt, aber nicht nur alleine sondern wir waren ja schon ein Team der sich im Marketing und Vertrieb auch mal versucht hat andere Wege zu bedienen.

00:04:22: Aber es war tatsächlich so dass man ja vorher schon wusste dass mit den Buchungen das läuft so nicht.

00:04:30: Man hat jemanden gesucht der sich in der Clubwelt aus und was ja viele mittlerweile vergessen haben, Club Calimera.

00:04:38: Was er heute noch beim Der ist damals bei ITS war, ist auch ein Baby von mir.

00:04:42: das habe ich ja neunzehundertneinundachtzig aus der Taufe gehoben mit den ersten beiden Anlagen in Menorca oder in Ibiza so und damals hat Johann Frittig Engel anscheinen so den in Anführungszeichen der Volksweg von Club Calimerer mitbeobachtet festgestellt da ist auch so einen Club Mann Der hätte vielleicht Ansätze genug, um uns zu helfen diese Philosophie aus Wasser zu übertragen und vor allen Dingen dann diese Philosopie auch in den Vertrieb zu üvertragen.

00:05:13: Und so wurde ich dann letzten Endes auch kontaktiert und so wurden wir uns relativ schnell einig weil von dem Konzept an und für sich... Da ging es mir gar nicht so sehr um Kreuzfahrten sondern mir ging's um das Konzept Urlaub auf dem Wasser.

00:05:26: Das hat mich begeistert.

00:05:27: aber was das im Klartext bedeutet Das wurde uns dann finalbewusste, als wir uns die nackten Zahlen angeschaut haben.

00:05:37: Wir müssen erklären Engel war einer der Gründer von Robinson oder einer der gründer?

00:05:44: Er war lang, also ob er jetzt Kunder war

00:05:47: oder einer der Chef.

00:05:48: Er

00:05:49: war es hier maßgeblich an der Entwicklung vom Röminsson Club beteiligt damals mit Herrn Mankel zusammen und die Idee war ja auch nicht wieder ein Schiff aufs Wasser zu bringen dass das macht was alle anderen machen sondern eben an eine andere Zielgruppe zu gehen die eher so dem Klub leben folgt.

00:06:09: und insofern war das halt die Idee schwer, hauptsächlich von Engel und von Manke zu sagen.

00:06:16: Lass uns doch mal das versuchen!

00:06:17: Und entsprechend hat man auch einen Schiff dafür

00:06:19: gebaut.".

00:06:20: Also sie saßen also da... Die Buchungen waren knapp und ich habe gelesen oder gehört sogar aus Erzählungen Anfangs gab es da relativ unkonventionelle Aktionen auch mal so mit der Bildzeitung glaube ich, dass man da Kabinen verkauft hat oder verlost hat oder was?

00:06:38: Wir haben, glaube ich alles gemacht und das gute war dass wir auch vieles ausprobieren durften weil wir mussten also es gab dann irgendwo keine.

00:06:52: Ich würde mal vorstellen keine Schamgrenze zu sagen, Mensch lass uns mal Vertrieb anders aufsetzen oder zumindest die Marketing Sprache anders aufsetzen.

00:07:01: Wir haben ja damals sehr wohl auf den Reisebürovertrieb und auf dem Veranstalter Vertrieb gesetzt.

00:07:09: wir hatten damals vielleicht auch so ein bisschen die unglückliche Situation, dass uns Veranstalter letzten Endes vorschreiben wollten zu welchen Preisen wir verkaufen dürfen und gleichzeitig aber eine relativ hohe Provision dafür zu kassieren.

00:07:26: Das habe ich leider von meinem Vorgänger übernommen – eine äußerst unglückliche Zusammenstellung wie man das Thema angehen wollte.

00:07:36: Wir haben das dann aber auch relativ schnell abgelehnt.

00:07:41: Ja, wir haben Aktionen mit der B-Zeitung gemacht.

00:07:45: Ich glaube, wir sind überall dahin gegangen wo man uns gar nicht vermutet hat.

00:07:49: Also wir haben ja irgendwann auch diese Blockhartentwürfe gehabt wie Lieber einzig als Artik und solche Textbausteine.

00:07:58: Das war für Kreuzfahrten damals schon sehr ungewöhnlich.

00:08:05: sogar die ersten zwei Jahre auf dem Katalog, auf der Titelseite ob das Schiff komplett verzichtet.

00:08:12: Weil wir nicht wollten dass da Schiff im Vordergrund steht sondern die Urlaubsphilosophie und das haben wir relativ gut.

00:08:20: es hat ein bisschen gedauert es hat auch ein bisschen Geld gekostet aber das haben wird dann relativ gut hinbekommen.

00:08:27: natürlich in erster Entschuldigung.

00:08:33: Wir haben natürlich, was das größte Problem war einen reisegerufer trieb der mit kreuzfahrten auch nicht viel am ruht hatte davon zu überzeugen dass man auch als jüngerer mensch und nicht nur samstags wenn der experte da ist kreutzfahrten verkaufen kann.

00:08:54: deswegen haben wir glaube ich auch in der in der ersten zis song also in Wir hatten es geschafft, tatsächlich über Zehntausendreißen Bürometarbeiter sukzessive auf das Schiff zu holen für ganz kleines Geld.

00:09:09: Das war quasi die Investition damals in die Zukunft, dass man gesagt hat Mensch lieber jetzt der Geld in den Menschen Vertrieb oder in den Vertrieb selbst zu investieren, in den Verkäufer zu investiert als große bunte Bilder in den Zeitungen abzudrucken.

00:09:27: Aber das verkauft mich nicht.

00:09:29: Verkaufen tut es immer der, der es gesehen hat und davon überzeugt ist und der es dann auch anschließend wirklich umsetzt.

00:09:35: Wenn man heute so ein bisschen versucht zu recherchieren, über die Anfangsjahre.

00:09:40: Das Internet war da noch nicht so präsent, neunzehnzeixundneinzig entsprechend findet man auch gar nicht so viel.

00:09:44: aber ich habe gelesen und das fand ich interessant Die ersten Reisen, irgendwo stand eine Woche ab Mallorca lag bei fünftausend Fünfhundert Mark pro Kabine.

00:09:56: Also sagen wir mal so, zwei tausend achthundert Euro für eine Kabine.

00:09:59: Was ich da jetzt interessant finde, dass es jetzt dreißig Jahre später ist das ungefähr die Summe heute habe ich noch im Balkon dazu aber hat sich gar nicht so sehr viel verändert.

00:10:08: also gefühlt war's damals ja wenn man so will teurer als als heute.

00:10:13: wenn man sowohl

00:10:15: muss ihn ganz ehrlich sein

00:10:16: mit

00:10:17: der Preise von damals gar nicht mehr im Kopf erscheint mir ein bisschen hoch.

00:10:26: Also wenn ich mich schlechter erinnern kann, haben wir schon Probleme irgendwie so... ...undert achtzig D-Mark am Tag pro Person zu generieren.

00:10:37: Ich sag ja das war ja teilweise auch eine Wunschvorstellung die so ein bisschen am Markt vor allen Dingen aber auch am Demand vorbei ging.

00:10:46: Sicherlich war der Wert, die wir angeboten haben, definitiv gegeben.

00:10:54: Es hat nur keiner verstanden.

00:10:55: Ja klar und das so erklären ist schwierig?

00:10:59: Was ja in Übeln heute oft noch das Problem ist.

00:11:03: Das Verhältnis zwischen dem was bezahle ich und was bekomme ich zurück.

00:11:07: also da muss sich nach wie vor als Kreuzfahrt Unternehmen sehr viel anbieten damit es auch wirklich so verstanden wird Und wir haben damals schon und später auch bei Tuikuse immer gesagt, ehrlich gesagt müssen wir das Produkt immer so gestalten.

00:11:22: Dass der Gast am Ende – das ist jetzt sicherlich etwas ironisch gemeint – aber dass er am Ende der Reise sagt Entschuldigung wo kann ich nachbetsern?

00:11:30: Weil es war viel zu günstig!

00:11:33: Genau, also over the liver würde man dem Englischsprachigen sagen.

00:11:36: Also dass man mehr gibt als man eigentlich erwarten würde.

00:11:41: Also die ja jeder Anfangsphase so anfangst sogar noch unter deutscher Flagge Klubschiff.

00:11:47: Damals war Ida, man hat sich an Bord geduzt es gab einen Klub-Tanz, es gab keine Kleiderordnung.

00:11:54: und was damals dann auch ganz clever waren?

00:11:58: Kleiderordnungen stimmt ja nicht ganz, also nackt rumlaufen durfte man auch nicht.

00:12:02: unsere Offiziere hatten alle Uniformen was wir eben nicht gemacht haben.

00:12:06: Wir haben keine Vorgaben gegeben ob heute Abend blau weiß rot grün oder gala getragen wird Und auch das war, glaube ich sehr entscheidend für die weiteren Entwicklungen der Kreuzfahrt.

00:12:19: Wir haben einen Rahmen geschaffen wo der Gast von sich aus gesagt hat, boah komm heute Abend aber gehen wir mal ganz schick raus.

00:12:29: So dann musst du dem nicht sagen heute Abend Gala.

00:12:32: Also den Dresdkot haben wir sehr subtil gespielt ohne ein Kärtschen auf die Kabine zu legen

00:12:41: Und was man damals gemacht hat, was ganz geschickt war.

00:12:44: Man hat eigentlich einen Teil der typischen Arbeit.

00:12:46: die Anfiel auf einem Kreuzfahrtschiff hat man wenn es ein bisschen flapsig ausdrücken will direkt an den Gast delegiert.

00:12:55: Ja, das hat sich... also unsere Gäste mussten nicht Kapinen reinigen oder so.

00:13:00: Aber es ist natürlich klar wenn ich einen relativ hohen Selbstbedienungsanteil im Restaurant habe Das heißt mir mein Essen selbst am Buffet hole dann brauche ich natürlich kein Gelner der eine Bestellung aufnimmt sondern ich brauch eigentlich nur jemanden die relativ schnell die Tische wieder abräumt So damit ich entweder wieder einen sauberen Platz habe Oder doch das Restaurant verlassen weil draußen vor der Tür welche standen die rein wollten

00:13:26: Und als sie da nun angefangen haben zu arbeiten, wie gesagt vorher in der Clubhotellerie gearbeitet.

00:13:32: Haben Sie da irgendwann mal gedacht, dass es so schleppend lief?

00:13:34: So Mensch das war ein Fehler da jetzt anzufangen?

00:13:39: Nee ehrlich gesagt nicht!

00:13:42: Also nicht wegen der Philosophie und der Idee.

00:13:47: Es gab Anfangs bei ihr einfach zu viele handelnden Personen die unbedingt mitmischen wollten Und auch immer der Meinung waren, jetzt müssten sie ihre Idee auch noch kund tun und das war teilweise ein bisschen schwierig.

00:14:04: Es war eher auch das Umfeld was einem manchmal zum Nachdenken gebracht hat ob man das wirklich will oder ob man sich das antut.

00:14:13: aber es hat eigentlich die Idee und die Philosophie Nähenfrage gestellt.

00:14:20: Dadurch dass das Produkt ja polarisiert hat und ich empfinde Polarisierung in den meisten Chains ja durchaus nützlich und hilfreich.

00:14:32: Wussten wir zumindest, wir haben da etwas geschaffen über das sich die die potenziellen Kunden oder der Vertrieb oder wer auch immer mit auseinandersetzt.

00:14:44: Die Anfangsjahre waren, wenn man sich das anschaut extrem bewegt.

00:14:49: da könnte man wahrscheinlich allein darüber könnte man stundenlang reden.

00:14:52: ich habe versucht dass mal wenigstens ganz kurz zusammen zu fassen.

00:14:56: also ein jahr nach dem start war es dann so dass man die aida das schiff dir auch damals auch nur er wirklich die eider war.

00:15:03: manche sprechen heute noch von der ida aber die haben ja heute haben sie mehr namen oder andere nahmen.

00:15:08: Man hat sie ein Jahr nach dem Start an Norwegian Cruise Line verkauft, die dann zurückgechartert.

00:15:15: von Deutschland.

00:15:16: Der Gast hat das jetzt nicht weiter bemerkt, weil es war weiter die AIDA.

00:15:20: Dann zwei Jahre später wiederum wurde das Schiff wieder zurückgekauft allerdings dann von einem Unternehmen wo zwischenzeitlich auch die britische Rederei P&O beteiligt waren.

00:15:31: ja das war dann im Herbst neun neunzig.

00:15:33: da hat man dann direkt dann auch gesagt zu kommen.

00:15:36: Jetzt läuft's auch einigermaßen.

00:15:37: jetzt bestellen wir zwei Neubauten Das waren dann AIDa Vita und AIDaaura.

00:15:40: Das war wahrscheinlich dann aber auch so für sie der Moment wo längst klar war Ach, wir haben es geschafft.

00:15:47: Oder war da immer noch so Zweifel?

00:15:52: Also ich bin ja immer froh, dass ich mitwir haben's geschafft.

00:15:56: Ich meine wenn man sich mal die Vlockengröße heute von Naida anschaut dann hat man damals gerade den Anfang geschafft.

00:16:04: Die Voraussetzung Ja, das haben wir tatsächlich hinbekommen.

00:16:07: Ich glaube es war eh so ein Leidensweg.

00:16:11: Wir konnten zu dem Zeitpunkt nicht wirklich die Schadarade zurückverdienen und dann noch Gewinde rauszumachen.

00:16:21: Entscheidend war dass wir so sukzessive schon beweisen konnten, dass es ein nachwagesstages Produkt ist oder werden kann Und auf Basis dessen wir natürlich auch nachweisen konnten, dass wir eine völlig neue Kundenstruktur und ein völlig neues Klientellauswasser gebracht haben.

00:16:38: Das war so mit einer der... Das klingt sehr interessant, das macht Sinn.

00:16:47: Da gehen wir mit rein und unterstützen das Unternehmen tatsächlich beim Aufbau dieser Flotte.

00:16:55: Mit Aida Vita und mit Aida Aura sind wir dann in die Bereiche gekommen wo man wirklich ernsthaft über eine auch geordnete Expansion nachdecken durfte, weil sie bekommen ja dann noch eine gewisse Kreditwürdigkeit bei den finanzierenden Banken etc.

00:17:11: Also das war schon wichtig.

00:17:13: Wichtig waren tatsächlich die zwei Jahre wo der Schiff nicht uns gehörte sondern wir für viel Geld zurückgeschadet haben dass wir dort eine Performance hinlegen die eben Investoren auch überzeugt hat zu sagen, da machen wir was.

00:17:30: Ich meine PNO Princess Cruises oder damals PNO waren dann die, die zugeschlagen haben, sag ich mal.

00:17:41: Die war natürlich auch diejenigen, die diese Verbundenheit zum Wasser hatten.

00:17:45: aber ich kann mich gut erinnern dass wir insbesondere mit Lars Klassen zusammen etliche Rotschos abgelegt haben bei Finanzinvestoren zwischen Frankreich, New York London und versucht haben die Zukunft von Aida mit denen abzusichern.

00:18:05: Und dann kam eben B&O und das war eigentlich auch das Glück für Aida.

00:18:12: Lars Glasen war der Präsident damals.

00:18:14: also Das Konzept, also anfangs Klubschiff.

00:18:18: Da hat man dann aber auch irgendwann gemerkt so naja das ist ein Konzept da kann man eigentlich nur begrenzt mit wachsen weil es eben jetzt nichts für jeden ist.

00:18:27: nicht jeder möchte sich duzen nicht jeder will den klub tanzen.

00:18:32: und was man dann im nächsten schritt gemacht hat.

00:18:34: Man hatte ein altes Schiff von Princes Cruises genommen und daraus dann ja auch eine neue Marke gemacht Arosa Blue Eher Premium-Produkt für den deutschen Markt, war das?

00:18:47: Hat das funktioniert?

00:18:52: Es hat funktioniert und es gab auch eine klare Strategie dahinter.

00:18:55: Warum wir das tun?

00:18:57: Wir wollten wirklich zwei Gleisekfahnen im Hochsehbereich.

00:19:01: Wir wollten zum einen, dass die legere Kreuzfahrt oder ist einmal den legeren Urlaub auf dem Wasser weiter gestalten und weiter fortführen.

00:19:10: aber wir haben auch gemerkt das es ein Markt gab für ein Premium Produkt nicht wie wenig über Luxus aber für ein premium Produkt gerichtet an eine Ziehgruppe Die sich schon vorstellen konnte aufs wasser zu gehen Aber nicht unbedingt so auf die typischen Deutschland, Berlin oder auch die Akrona.

00:19:36: Das war dann den doch etwas zu Antiquar.

00:19:42: Ja und auch diese Schiffe war ja damals gar nicht so groß.

00:19:46: Heute bauen Räder rein, Schiffe in der Größenordnung sind am plötzlich Luxusschiffe.

00:19:51: also die Arosa Blue ich glaube hat etwas um die thirteenhundert, vierzehnhundert Betten.

00:19:59: so groß war sie gar nicht.

00:20:01: aber sie hatte auch etwas.

00:20:04: was wäre später auch bei Thylkaros das Verzug damit der Philosophie umzusetzen?

00:20:08: Sie hatten ein bisschen mehr Platz pro Passagier einen höheren Anteil an Service, wer möglich kann in der Gastronomie.

00:20:16: und für uns als deutsche Seeriederei Touristik oder damals schon Seetours war es wichtig nicht nur eine zweite Linie zu entwickeln sondern wir wollten uns auch auf dem Markt behaupten gegen Wettbewerber die stärker auf den deutschen Markt.

00:20:34: Drangen eben mit in Anführungszeichen vergleichbaren Produkten oder zumindest aus Sicht derer, die es nur vom Lesen kannten.

00:20:43: Vergleichbare Produkte kosten aber ja damals sehr, sehr stark oder ist damals sehr stark auf dem Markt getrennt sicherlich teilweise mit zu damaligen Zeiten außer das unbaranischen Preisen oder unmaranchen Angeboten.

00:20:59: Aber immerhin sie waren da und es hat uns gezeigt Es gibt durchaus Bedarf das Kreuzfahrtssegment auch auf diesem Niveau zu erweitern.

00:21:08: Und was heute noch ein Relikt ist sozusagen von der Arosa Blue, ist ja das Rossini im Grunde?

00:21:17: Ja, also zumindest

00:21:21: der Name wenn man so will.

00:21:23: Man hatte da versucht oder nicht nur versucht sondern man hat sehr erfolgreich einen Fine Dining Konzept etabliert.

00:21:31: Ich glaube auch der Günther Kroak, der heute noch bei Ida tätig ist war damals der erste Küchenchef und ich glaube er hat sogar den Stern nicht bekommen.

00:21:39: Aber irgendeine Auszeichnung war damals etwas ganz Besonderes.

00:21:42: Und dann hat man gesagt okay ja dieses Rossini das nutzen wir auch woanders.

00:21:47: Das war dann der nächste Schritt.

00:21:50: Da schloss sich dann der Karneval-Konzern mit P&O Princes zusammen und damit war dann AIDA Teil des größten Kreuzfahrtkonzerns in der Welt, so wie es heute auch immer noch so ist.

00:22:00: In dem Jahr zwei Tausend Drei ja das war auch die Zeit da habe ich meine erste AIDAA Reise gemacht und da wurden die Neubauten bestellt, dann der Swingsklasse AIDADIVA und AIDABELLAM als man dann nun teilplötzlich von einem riesigen Konzern Haben Sie das damals mitbekommen, haben die Amerikaner da auch Einfluss drauf genommen was es jetzt so an Bord zu gibt?

00:22:22: Weil weil was jetzt auffällig war.

00:22:24: Die Neubauten bekamen dann plötzlich auch Casinos auf.

00:22:27: wenn man immer vorher dachte man so der deutsche Wild ist vielleicht gar nicht so.

00:22:31: Also Casinos ist weniger eine Frage eines amerikanischen Einfluchs denn dafür waren sie zu klein sondern das war einfach so ein Spielplatz für Erwachsenen, die abends nicht wüssten wohin.

00:22:44: Aber man hat schon darauf geachtet dass das keine Ausmaße annimmt wie man sich von amerikanisch kennt.

00:22:51: warum?

00:22:51: weil es den Bedarf gar nicht gab.

00:22:53: also Fläche zu verschwenden in einem Casino auf dem deutschsprachigen Markt Das hielt keiner für sinnvoll.

00:23:03: Wenn es Einfluss gab, würde ich schon sagen für den operativen Ablauf.

00:23:09: Wir haben natürlich auch viel gelernt auf der Erfahrung des Konzerns und es gab sicherlich auch die ein oder anderen Hinweis wie man Dinge anders machen kann, wie man Dinge besser machen kann.

00:23:23: aber auf das Produkt selbst muss ich sagen hat es weniger Einfluß genommen da weil man hat natürlich aus einem bisschen von der Erfahrung profitiert die eben ein Karnevalkonzern.

00:23:38: Übrigens, sagen wir es ja nicht nur der Karnevalskonzert sondern das war ja auch Pirnau und es war auch Prinz Krusus.

00:23:44: also man war da auch im Austausch und ist noch mal vieles was man gar nicht gesehen hat und was man auch vor Ort nicht gespürt hat was so im Hintergrund lief.

00:23:53: das war schon sehr sinnvoll.

00:23:54: Denken Sie einfach mal an das ganze Thema Heatmanagement, Revenue-Management.

00:23:59: Wir waren ja stolz auf der IDA damals nur fünf verschiedene Kabinenkategorie zu haben.

00:24:03: Warum?

00:24:04: Weil es für den Kunden einfach zu verstehen war.

00:24:07: Es war für das Reisebüro einfach zu verstehen und zwar für die vielen jungen Reisebürometarbeiter viel einfacher zu verstehen.

00:24:14: Anstatt wieso ist denn auf einem und demselben Deck zehn verschiedene Kabinenkategorien?

00:24:19: Und ich habe damals immer so scherzhaft gesagt Die Kabinenkategorien sind eigentlich nur was für den Revenue und Yieldmanager, aber sie bringt dem Vertrieb nichts.

00:24:29: Was im Prinzip auch stimmt, aber das heißt nicht dass man eben kein ausgefalltes Revenue- und YIELD Management System brauchen.

00:24:37: Das sind Dinge die haben wir tatsächlich... Ich habe mir das angeguckt damals bei Princes Und wer hat denn da reden austauscht?

00:24:45: Also es hat schon Sinn gemacht.

00:24:46: also ich würde schon sagen insgesamt Hat es AIDA gut getan.

00:24:52: AIDA hätte glaube ich nicht so wachsen können, ohne irgendwo unter dem Schirm eines starken Kreuzfahrtunternehmens zu sein.

00:25:02: Was sich daraus dann ergeben hat aus dem Zusammenschluss eben P&O Princes und Karneval das man dann gesagt hat okay dieses Arosa-Konzept machen wir jetzt so nicht weiter.

00:25:13: Wir bauen das Schiff jetzt ein bisschen um nennen es AIDa Blue Ähm, und ja das war dann so die Zeit.

00:25:20: Sie waren bis zwei tausendfünf bei Aida.

00:25:23: Wir haben ja gesagt Wachstum war eigentlich mit dem Clubprodukt so nicht möglich.

00:25:27: ist man damals als sie noch da waren?

00:25:29: Ist man da schon den Weg gegangen dass man gesagt hat okay wir müssen jetzt eigentlich weggehen bei AIDA von Club was auch polarisiert eher zu etwas Mainstream oder ist es erst was was danach kam ich

00:25:42: also Ich tue mich natürlich schwer, so ein bisschen über die Zeit nach zwei Tausend Fünf zu philosophieren.

00:25:47: Aber letzten Endes ist ja heute noch vieles Club.

00:25:51: Man nennt es nun nicht mehr so und ich glaube das war mit der entscheidenden Grund man hat ja nicht grundsätzlich die Philosophie von Aida verändert.

00:26:01: also natürlich hat man hat man es fein gechont man hat eine einen oder anderen Stelle gestaubt man hat mir Serviceangebote geschaffen etc.. Varietät geschaffen, aber der Grundgedanke an Bord zu gehen und Spaß zu haben.

00:26:21: Und auch ein anderes Entertainment zu erleben was man damals kannte oder nicht wollte Das ist ja gleich geblieben.

00:26:30: Aber es hat sich natürlich verändert, weil die Bedürfnisse der Kunden haben sich verändert.

00:26:34: also heute haben die Schiffe alle Balkone.

00:26:38: da wird gar nicht mehr darüber diskutiert brauchen wir noch einen Balkon oder brauchen wir nicht sondern ganz im Gegenteil wie wenig Innenkambinen können wir uns leisten und wollen wir uns leisten?

00:26:46: das ist doch heute die Diskussion Und die hat natürlich auch bei Aida und später bei Tulku so ist ja nicht halt gemacht.

00:26:54: insofern ist die ursprüngliche Club-Idee wahrscheinlich heute immer noch bei AIDA vorhanden.

00:27:06: Zumindest das, was ich so aus Gesprächen erfahre.

00:27:09: wenn mir Leute sagen, ich war auf der Ida und war wieder super und getanze ganze Nacht und so... Das ist ja wunderbar!

00:27:17: Aber klar hat sich's verändert.

00:27:20: Und gehen Sie heute mal in einen Robinson-Club?

00:27:23: Ja sicher verändert

00:27:24: Und je nachdem wo sie gehen, also ich war jetzt selbst im Januar auf dem Robinson und auf dem Malediven.

00:27:31: Also mich hat weder ein Animateur vom Liegestuhl gezogen noch lief den ganzen Tag irgendwelche Beschallung.

00:27:38: Essen war hervorragend.

00:27:39: Entertainment war entsprechend der Situation angepasst.

00:27:43: Ich hatte die Wahl mir es anzugucken oder nicht.

00:27:46: ja also auch auch tief.

00:27:51: Ferien-Clubs haben sich ja im Laufe der letzten dreißig, vierzig Jahre verändert und ich erinnere mich an meine aktive Zeit in den Ferienclubs damals im Tunischen oder auf Kreter und insbesondere im Senegal.

00:28:04: Also ich glaube wenn man heute das machen würde was wir uns damals erlaubt haben zu tun in den ferienclub's.

00:28:14: Ich glaube wir würden da keine zwei Tage arbeiten.

00:28:18: Ja, ja.

00:28:19: Ich habe irgendwann mal irgendeine Führungskraft von AIDA in dem Begriff im Interview genannt ein Soft-Club-Konzept oder so.

00:28:26: Das stimmt im Grunde was Sie sagen?

00:28:31: Das Schöne ist ja dass man heute gar nicht mehr über Clubkonzept, Soft-Klubkonzept oder sonst verseldet.

00:28:37: Ich glaube AIDa ist es ganz gut gelungen einfach mit der Marke AIDah schon so viel rüber zu bringen das man gar nicht über die Philosophie dahinter spricht.

00:28:48: Ja, ja.

00:28:49: Das System AIDA wird durch die Kunden übertragen oder eben auch durch den Vertrieb.

00:28:56: und was man jetzt auch sehen musste... Man bleibt bei AIDA nicht stehen.

00:29:02: also man sagt ja nicht alles was bisher funktioniert hat funktioniert auch in Zukunft sondern man passt sich da dem Bedürfnis der Genause an.

00:29:09: Das riesige Renovierungsprogramm, was er jeder aufgelegt hat jetzt für die nächsten Jahre und schon auch umgesetzt hat ist ja auch ein Zeichen dafür.

00:29:17: Also heute kann man... ich bin da immer so ein bisschen vorsichtig.

00:29:26: Ich glaube es wurde einfach nur konsequent weiterentwickelt Und den Bedürfnissen angepasst und vielleicht noch ein Stückchen lieber Wenn ich mal ein Beispiel bringen darf nun aus meiner alten Clubwelt Ich weiß noch, wie Klub Mediterranee die ersten Clubs gefeiert hat wo man Schränke mit abschließen hatte.

00:29:44: Also Entschuldigung früher gab es Hüttendörfer und alle haben gemeinsam gegessen, alle haben zusammengedanst und dann ist man abends einfach ins Bett und man konnte die Hütte nicht mal abschliessen.

00:29:56: und irgendwann weil man ein deutsches Publikum auch gewinnen wollte hat man unter anderem damit geworben weniger mit dem Laissez-Faire sondern man kann jetzt die Hüten auch abschießen.

00:30:05: Ja, also ich mein daran erkennt man doch wie man versucht immer wieder auf die Bedürfnisse reinzugehen und wenn das für eine abschließbare Kabine ist oder in dem Fall was.

00:30:18: Also wir haben gesagt Sie waren bis zwei tausend fünf bei der Ida.

00:30:21: wenn wir jetzt mal schauen wie es dann so weiter ging Ich stelle mir dann vor sie hatten dann eines Tages ein Anruf aufm Handy Null Fünf Elf unbekannte Nummer Hannover.

00:30:30: aber vielleicht war's auch ganz anders.

00:30:34: Ganz so mysteriös war es nicht, also als ich Aida verlassen habe wollte ich ehrlich gesagt mit Kreuzfahrt oder Urlaub auf dem Wasser gar nichts mehr zu tun haben.

00:30:48: Aida war schon eine äußerst einzigartige und eine sehr intensive Reise und ich konnte mir zu dem damaligen Zeitpunkt nicht vorstellen dass es nochmal etwas gibt was das ganze toppen würde.

00:31:03: Darüber rede ich jetzt nicht einfach über das Produkt, sondern einfach machen, umsetzen, erfolgreich sein.

00:31:13: Und das auf dem Bassack so und... Ich war eigentlich immer ein bisschen in Kontakt mit der TUI eher aus der Robinsohn-Schiene.

00:31:29: Es gab ja schon sehr früh die Überlegung der Twee, sich an AI da zu beteiligen.

00:31:39: Weil man ja gesehen hat das passiert etwas und es wäre vielleicht sogar was passiert.

00:31:47: denn wir haben ja auch als wir damals auf Brautschau waren oder auf Brautvaterschau Ja, auch Gesprächen mit der TUI geführt.

00:31:56: Aber damals, eight-neunzig, neuneunzig wollte man bei der TUII nicht an das Thema rangehen weil man ein Kreuzfahrtsschiff einfach betrachtet hat wie ein Hotel.

00:32:08: und dann hat man ausgerechnet was kostet ein Hotelbett?

00:32:10: Was kosten Schiffsbett?

00:32:11: und also ist es teuer, das machen wir nicht.

00:32:14: Also man hat damals vielleicht Dr.

00:32:17: Frenzel aber Die wenigsten hatten im Blick, was das eigentlich insgesamt für den Markt sein kann.

00:32:24: Und was das auch für mich als Toborgner bedeutet.

00:32:28: Insofern gab es eigentlich immer so einen Kontakt und ich habe dann tatsächlich ein Anruf bekommen... Das war damals Karl Boja, der gesagt hat, Vogel wir würden uns gerne mit Ihnen unterhalten.

00:32:42: Dr.

00:32:42: Frenzel hat immer noch die Idee im Kreuzfahrtmarkt Fuß zu fassen können wir uns nicht austauschen.

00:32:50: und das haben wir dann gemacht.

00:32:53: und gerade noch ein paar andere Optionen zu dem Zeitpunkt.

00:32:57: und irgendwann habe ich gesagt okay warum eigentlich nicht?

00:33:03: Warum nicht doch Mal gucken, ob noch mal was geht.

00:33:09: Die Tui damals sehr wohl im Rucksinnbereich unterwegs war allerdings in der Expedition und in der Luxusklasse mit Haberkreuzfahrten aber mit dem Volumensegment eher weniger zu tun hatte und aufgrund der negativen Erfahrungen die die Tui als Konzern damals mit Seetours gemacht hat Also auch finanziell negativen Erfahrungen.

00:33:33: War man da ein bisschen vorsichtig an ihn sofern?

00:33:38: Wollte man glaube ich nicht nur den Richard Vogel, weil er mal was mit AI da umgesetzt hat sondern eben auch die Kontakte, die einen Richard Vogl hatte und den Zugang vielleicht zu den einzelnen Redereien und zu sehen, könnten wir mit denen nichts machen.

00:33:54: denn es war von vornherein klar Die Tui wird als Tui alleine kein Kreuzfahrtunternehmen aus dem Boden stampfen, sondern es war von Anfang an so angelegt dass man einen Partner dafür möchte und auch

00:34:13: brauchte.

00:34:14: Ja, denn was brauche ich um ins Kreuzfahrtgeschäft einzusteigen?

00:34:17: Viel viel Geld kann man sagen.

00:34:19: Schiffe ja!

00:34:20: Schiffe viel viel Geld.

00:34:22: wenn es vielleicht ein Werftslot also die Möglichkeit überhaupt einen Schiff bauen zu können und entsprechend war man da wahrscheinlich erst mal limitiert weil bei Schiffe hatte man nicht Geld wird wahrscheinlich in irgendeiner Form was da, aber vielleicht nicht genug wie auch immer.

00:34:38: Jedenfalls man suchte dann jemanden und ja wenn man da jetzt im Büro sitzt, man fängt quasi bei null an keine Ahnung die erste Arbeitswoche.

00:34:48: also auf der einen Seite ist es ja schön ein leeres Blatt zu haben weil man kann es selber komplett gestalten.

00:34:53: Aber auf der anderen Seite stelle ich mir vor dass irgendwie ist das ja auch ein gewisser Druck Weil man sieht da man kriegt sein Gehalt und irgendwie wird ja auch erwartet Das am Ende wirklich Was damit rauskommt?

00:35:06: Ja, das stimmt.

00:35:10: Kann ich was gar nichts hinzufügen.

00:35:13: Es war ein gewisser Druck da und es war auch sehr rasch die Erkenntnis da.

00:35:19: Das ist schön dass man was bildet ja aber man sollte dafür auch etwas mitbringen.

00:35:26: so Ich sag mal, die Voraussetzungen, die wir damals hatten und die ich hatte.

00:35:33: Und ich war tatsächlich der Einzige quasi, der diesen Sonderprojekt zugeordnet war und ich hatte dann Gott sei Dank aus dem M&A-Bereich so ein, zwei Mitstreiter begonnen, die mir zumindest bei der finanziellen Projektion geholfen haben Und einer auch bei den Erstellen von den Tausenden von Powerpoint-Präsentationen, weil das ist so nicht meine Welt.

00:35:59: Ja und in solchen Konzernen war es ja immer notwendig X-Lites anzufertigen die sich dann manchmal nicht immer mal manchmal auch keiner angeschaut hat.

00:36:11: aber Es war schon so dass man gesagt na Vogel mach mal So und dann gehst du

00:36:19: los.

00:36:20: Und es gab ja die Prämisse, alleine können wir nicht.

00:36:23: Alleine wollen wir nicht.

00:36:25: aber was haben wir?

00:36:26: Wir haben eine starke Marke mit der TUI.

00:36:29: Wir haben einen starken Vertrieb.

00:36:31: Ja, wir haben eine hohe Kundenloyalität.

00:36:37: also da müsste doch etwas zu machen sein.

00:36:39: so.

00:36:40: und dann habe ich natürlich angefangen.

00:36:42: oder wir haben dann angefangen Prinzip mehrgleichsig zu arbeiten.

00:36:48: Also das eine war die Suche nach Kartnern, das zweite war die Erstellung der Produktphilosophie.

00:36:57: Man muss ja auch mal wissen was will man eigentlich und dann basierend auf dieser Produktphilosophie weit angelegte und breit angelegten Marktforschung zu initiieren.

00:37:10: Um zu wissen, legen wir damit überhaupt richtig?

00:37:13: Was sind denn die Potenziale?

00:37:14: Was ist denn die Bedürfnisse?

00:37:18: Wir wollten ja auch die Preisbereitschaften kennenlernen weil auch das muss ich ja irgendwie in so einem Rahmen wenn nicht schon in so ein Kapital Kapitalindesives Geschäft gehe, das muss ich ja auch mit berücksichtigen.

00:37:32: Ja und damit war ich eigentlich schon beschäftigt.

00:37:35: Das Problem war eher dass die richtig großen und finanzstarken Partner an die war schwer ran zu kommen.

00:37:47: also wir haben uns mit vielen kleineren Kreuzfahrtunternehmen unterhalten.

00:37:53: Wir haben uns auch mit Großen, ich hatte damals sehr intensive Gespräche mit Norwegian Cruise Line geführt.

00:38:02: Damals waren noch Andy Stewart und Colin Beach am Router aber die hatten dann auch plötzlich eine Gesellschaft der Veränderung.

00:38:10: und ähnlich wie heute hat man gesagt bei NCL so passen wir auf bevor jetzt noch anfangen darüber nachzudenken konzentriert euch mal wieder auf euer Kerngeschäft und erwirtschaftet mal vernünftige Rendite bevor ihr da jetzt das nächste Abenteuer eingeht.

00:38:25: Insofern war das dann schon schwierig und es kam eben halt auch dazu, dass die Tui zum damaligen Zeitpunkt oder der Konzern zum damals... Entschuldigung, Zeitpunkt nicht dringender Frozen gebetet waren.

00:38:42: Es gab dann auch diverse Probleme in den einzelnen Ländergesellschaften.

00:38:48: In Frankreich das Thema mit den Mücken in der Karibik.

00:38:53: Es war immer irgendetwas, warum man bestimmte Dinge nicht umsetzen konnte und vieles was wir angegangen sind.

00:39:01: Darüber haben wir eigentlich auch öffentlich nie gesprochen.

00:39:03: es gab ja schon unter schriftreiche leder auf Intenz für neue bauten.

00:39:10: Ja es gab ein klares konzept mit einem protizellen Partner wie man sich quer beteiligt so dass die stärken des jeweiligen dazu trage kam und auch entsprechend, was bei dem einen nicht in den Bücher sein sollte.

00:39:27: Bei dem anderen in den Bucherbahnen umgekehrt.

00:39:30: aber es war ein mühsames Unterfangen muss ich dazusagen.

00:39:37: Ich habe im zwei tausend fünf begonnen.

00:39:41: wir hatten zweitausend sechs war ist dann als Karneval sich bei uns gemeldet hat.

00:39:53: Eigentlich Kosta und hab gesagt, Summer Richard, ich habe gehört ihr wollt ein bisschen mehr machen?

00:39:58: Ihr wollt auch ins Kreuzfahrtgeschäft?

00:40:00: Warum spricht ihr eigentlich nicht mit uns?

00:40:03: Und ich hab gesagt warum sollten wir das?

00:40:09: denn wenn wir was mit euch machen dann können wir unsere Stärke im Vertrieb die wir haben nicht ausspielen.

00:40:15: ganz im Gegenteil da müssen sie noch aufteilen plus einen sogenannten Preferred Partner mit AIDA in TUI-Vertrieb auch noch zu haben.

00:40:26: Das wird alles ein bisschen schwierig und trotzdem wurden dann die Gespräche hergestellt, auch mit Dr.

00:40:34: Frenzel und wir kamen dann irgendwann zu dem Punkt und ich glaube das war ja dann bekannt dass die TUI sich an AIDA beteiligen wird bis einer maximalen Höhe und dann in dieser Beteiligung das Produkt Tuicruses hinein entwickelt werden sollte.

00:40:54: Es war ein Prozess, der ging über mehrere Monate.

00:40:58: Der wurde ja auch vor Skatellamt gebracht.

00:41:02: Ich muss sagen ich war damals nicht besonders glücklich darüber dass wir diesen Weg gehen aber es war zu dem damaligen Zeitpunkt der einzig Machbare, das muss man fairerweise auch sagen.

00:41:18: Aber so richtig happy war ich nicht und ich war nicht der Einzige, der nicht wirklich happy war.

00:41:25: Und ... Das Ergebnis war ja dann auch bekannt, dass Kartellamt hat dieses Joint Venture oder diese Beteiligung abgelehnt wegen marktbärschender Stellung zweier großen Marken und Unternehmen, touristische Unternehmen Ja, dann war das Thema okay.

00:41:45: Ist das jetzt erledigt?

00:41:47: Gehe ich jetzt nach Hause?

00:41:49: War eine schöne Zeit oder... und ich muss sagen Dr.

00:41:53: Frenzel hat aber nicht locker gelassen.

00:41:56: Hat gesagt was wir auf, dann machen wir mal etwas anderes.

00:41:59: Wir versuchen das trotzdem zu machen.

00:42:01: Denn er war ja auch so ein bisschen in der Pflicht, was zu liefern denn er hatte das vorher schon mal groß angekündigt.

00:42:08: Er hatte auch mal Das ist ja zu meinem Leitwesen auch schon mal zwei Neubauken angekündigt gehabt, obwohl wir sie dann doch nicht gemacht haben.

00:42:18: Ja alles gut aber es hat die Sache ja nicht zwingend Einfahrer gemacht.

00:42:23: und interessanterweise und da muss man jetzt das Verhältnis zwischen Royal Caribbean und Karneval kennen war's dann so dass Richard Fehn und Michael Frenzel in Berlin zusammen beim Mittagessen saßen.

00:42:41: Aus Neugier der heraus wahrscheinlich zum einen, warum hat das mit denen nicht geklackt?

00:42:46: Ich meine, dass hat man bei Royal Caribbean ja auch mitbekommen.

00:42:48: Dass wir mit Karneval gesprochen haben und dass wieder schon sehr weit waren Und da scheint wohl ein gewisses Interesse generiert zu haben Denn Royal Caribbean war einer meiner ersten Anlaufstellen als ich angefangen habe Bis nach Miami bin ich gar nicht vorgetrunken, sondern man hat mich quasi schon in England abgefedert.

00:43:14: Und da kann man auf die Idee, wenn überhaupt dann könnte euch an Iceland Cruises beteiligen?

00:43:20: Das war diese kleine Rederei da in England, die mit der umgebauten Fähre unterwegs war.

00:43:26: und dann habe ich gesagt, nee das machen wir mit Sicherheit nicht.

00:43:32: MSC war damals auch ein prudenzieller Partner.

00:43:37: Da ging es aber eher um eine ganz andere Geschichte, an der MSC interessiert war und das Schiff, was sie uns angeboten haben.

00:43:46: Das war eigentlich auch nicht das, was zu unserer Philosophie gepasst hat.

00:43:49: Insofern kam dann plötzlich Richard Fain oder das Gespräch Michael Frenzel, führte dann dazu, dass wir die Gespräche mit Miami aufgenommen haben und zwar gleich mit Fein.

00:44:06: Damals sogar mit den Henryn Adam Goldstein Harry Colovara das ist der nach wie vor das Brain im U-Bild Bereich.

00:44:15: Und dann saß ich da ganz alleine weil mein Kollege damit wir fliegen soll der Flieger verpasst.

00:44:21: Dann saß sich da ganz allein in einem Besprechungsraum mit all den Granden Und der hatte übrigens auch die PowerPoint-Präsentation an seinem Laptop.

00:44:32: Oh, dann waren Sie da!

00:44:34: Ja das habe ich dann vier Stunden eben so referiert was wir vorhaben und ich muss sagen es war von Anfang an ein äußerst angenehmes und positives Klima aus meiner Sicht so'n Stück weit unamerikanisch Also meiner Sicht muss er zu sein.

00:44:58: Sehr klar und wir waren uns dann relativ schnell einig, dass wir das mal weiter verfolgen werden um zu sehen ob wir da gemeinsam was machen.

00:45:09: Und wenn man die Kurzfassung war, dann in dem Jahr zwei Tausend Acht wurde das gemeinsame Unternehmen gegründet, TUI Cruises also als Joint Venture der TUI mit dem Royal Caribbean-Konzern der Royal Caribbean Group.

00:45:22: Dann war auch schon klar, da hat man dann auch schon angekündigt.

00:45:25: Wir gehen auch schon im Jahr zwei Tausendneun an den Start mit einem gebrauchten Schiff von Celebrity Cruises und man hat auch schon angekündigt ja das Konzept wird so wohlfühlt Schiff.

00:45:35: Das ist eigentlich der Begriff, den Sie da geprägt haben, der eigentlich bis heute immer noch verwendet wird denke ich mal oder in den Köpfen auch der Menschen ist.

00:45:45: Tut man ihn unrecht wenn man jetzt sagen würde, na das war doch so ein bisschen die Idee auch von der Arosa Blue, die sie da hatten?

00:45:52: Da tut man mir nicht unrechtweite Idee, hatte ich das damals auch.

00:45:55: Also wie gesagt nicht nur ich aber das war ja so die Idee.

00:45:59: was kann man denn einen noch machen?

00:46:01: und warum sollten wir als TUI plötzlich etwas ganz Neues erfinden wollen wenn wir doch wissen dass es eine hohe Anzahl an Potential gibt, die gerne aufs Wasser gehen würde aber für sich das richtige Produkt noch nicht gefunden haben?

00:46:12: und wenn ich mich mal mit dem Markt intensiv beschäftige und ich auch den Kunden frage Bei welchem Produkt würdest du denn zugreifen?

00:46:20: Und nichts anderes haben wir ja gemacht.

00:46:22: Dann war das schon klar, dass wir so in die Nähe von dem Ursprungsprodukt Arosa Bluka natürlich auch hier verbessert besser angepasst

00:46:33: etc.,

00:46:34: aber nö, das war eigentlich schon zu gewollt!

00:46:38: Haben Sie damals sich gezielt auch angeguckt, was sind eigentlich Schwächen bei AIDA und umgezielt auch da so ein bisschen... also ich wollte sagen die so ein bissel zu piksen nach dem Motto.

00:46:49: Also zum Beispiel, ich weiß nicht ob das Zufall war aber das war ja schon die Zeit wo ich mich auch so ein bischen damit beschäftigt habe.

00:46:56: man hatte dann zb angekündigt, oh die neue mein Schiff sie wird Wasserspender haben!

00:47:01: Und das war die Zeit, da hat man diskutiert.

00:47:04: AIDa hatte das abgeschafft um nur noch ihre Flassen Wasserflaschen zu verkaufen.

00:47:09: oder war das mehr so, das war jetzt nicht so eine gezielte Spitze sozusagen?

00:47:17: Grundsätzlich ging von uns aus überhaupt nichts gegen Rita.

00:47:23: Es wäre auch nicht ratsam gewesen sondern es ging doch eher darum was wollen wir?

00:47:30: wenn ich mir schwächen potenziellen Wettbewerber angucken, da muss ich mir gleichzeitig auch die Stärken eines potenzielle Wett-Bewerbers angucken.

00:47:38: So und da ist die Frage was will ich jetzt matchen?

00:47:43: Nein für uns war es wirklich wichtig dass wir ein Produkt schaffen was genau in diese Zielgruppe die wir ansprechen wollen passt.

00:47:52: Und natürlich kommt dann eben dazu Wenn wir wieder über Wert einer Marisch sprechen oder in der gefühlte Wert.

00:48:05: Wissen Sie, wenn die heute uns über F&B-Kosten pro Pax und Essen und Trinken unterhalten, zwölf Euro am Tag oder vielleicht sind es mittlerweile fünfzehn Das kann doch ein normaler Mensch sich gar nicht vorstellen dass man für fünfzehnt Euro am tag Frühstücken kann, Mittagessen kann, Abendessen kann und dazwischen auch noch ein Kuchen, ja?

00:48:28: Und dann noch mit der Nacht eine Currywurst so.

00:48:31: Wenn man sich mal all diese Kosten anguckt und dann feststellt was ist dem Kunde eigentlich was wert?

00:48:37: und wir haben gesagt okay warum nicht wieder Wasserspende einführen?

00:48:42: oder warum ich grundsätzlich Wasserfänger einfühlen sollen sie doch ihre Flasche abfüllen.

00:48:47: Ich meine was kostet uns in der Produktion einen halber Liter Masse?

00:48:53: Und was ist das gefühlt Wert für den Kunden, der es nutzt?

00:48:57: So.

00:48:58: Und kann ich dadurch meinen Tagesreisepreis um fünf Euro zu erhöhen?

00:49:03: Warum?

00:49:03: Weil das in einem Gesamtpaket mit drin ist, dass ich sage du hast einen hohen Anteil an bedientem Service, der inkludiert ist.

00:49:13: Du hast täglich dein frisches Wasser und was inkludiertes und all das so.

00:49:18: Aber dafür zahlst du bei uns eben halt auch dreißig Euro mehr am Tag.

00:49:23: Das war eher so ein Teil des Gesamtpakets, weil uns ging es auch darum nicht nur einen Kreuzfahrtprodukt zu gestalten.

00:49:32: Sondern es ging ja uns auch darum vom Produkt hier auch ein Stück weit abzukränzen.

00:49:37: und uns gings auch darum, uns preislich nicht an den vorhandenen Wettbewerbern zwingend orientieren zu müssen sondern eher an der Leistung und an den Inhalten die wir anbieten.

00:49:50: Ich glaube,

00:49:51: wir wurden eher umgekehrt.

00:49:54: War das zum damaligen Zeitpunkt eher so der Fall?

00:49:57: Das hängt vielleicht auch ein bisschen damit zusammen, dass es eben dann mit Kanewahl und Aida nicht geklappt hat, dass man uns eher aus der Rostocker Sicht so ein bisschen belächelt hat und vielleicht nicht ganz ernst genommen hat.

00:50:13: Und das hat sich ja nachher rausgestellt, nicht so doll war.

00:50:21: Also es spielt auch keiner Rolle, letzten Endes wir haben das schon gemerkt und wir haben uns dann die ein oder andere Spitze auch erlaubt.

00:50:29: also wir haben ja mal für einen gewissen Zeitraum Daniel Rostock alles plakatiert was geplakatieren war mit mein Schiff und so.

00:50:38: also klar leistet man sich dann so so ein eher juristisches Schamützel.

00:50:44: aber letzten endes Also ich war weit davon entfernt übersprechen von Haida nachzudenken, sondern eher über die Stärken, die wir mit unserem Produkt an den

00:50:54: Markt bringen können.

00:50:55: Genau und am Ende ging es ja auch darum zu wachsen letztlich mit dem Produkt Kreuzfahrt und jetzt nicht da dem anderen da irgendwie Passagiere abzujagen.

00:51:05: also das ist glaube ich ganz wichtig zu verstehen weil ich glaube so dieses Ja, das ist so ein Widersacher-Thema.

00:51:13: Ich glaube der Deutsche diskutiert da gerne aber in Wirklichkeit ist es eigentlich kein Widersacherthema weil es Platz für beide und ich glaube es ist ein Hobby für die Leute darüber zu diskutieren.

00:51:23: ja was ist jetzt das Bessere?

00:51:24: oder wie auch immer?

00:51:25: Es ist eine Geschmackssache einfach.

00:51:27: Es

00:51:29: gibt natürlich Leute die darüber diskutieren und sagen dass ist besser oder das ist besser.

00:51:35: Beide marken nicht nur die beiden sondern andere Marken auf dem deutschen Hochsehmarkt haben ihre loyalen Gäste, haben ihre Fans.

00:51:46: Die werden auch Fans bleiben.

00:51:49: also die rutschen vielleicht mal auf die andere Seite gucken was ist da?

00:51:53: aber dann kommen sie vielleicht wieder zurück.

00:51:55: und ich glaube die Schnittmengedera die tatsächlich dauerhaft von einem zum anderen wechseln sehe ich nicht so besonders hoch aber muss auch gar nicht.

00:52:05: denn ich sage es nochmal Wir haben damals mit der IDA, in der Touristikreport hat es treffend formuliert.

00:52:16: In sixundneunzig mit einer Überstift oberes Kreuzfahrt ist tot.

00:52:20: das ist zwar hart und brutal aber stimmt so und stimmte so.

00:52:25: und uns hat das damals nur motiviert.

00:52:28: wir haben ging damals schon von einem Potenzial in Deutschland aus von drei Millionen.

00:52:34: So, wir haben das bekräftigt auf der ersten Pressekonferenz von Tui Kruses, wo wir gesagt haben, der Deutschkreuzfahrtenmarkt wird in den nächsten zehn Jahren irgendwo zweieinhalb bis drei Millionen Kreuzfahrer erreichen was natürlich voraussetzt dass wir die Kapazitäten schacken und lagen mir falsch.

00:52:51: nein ganz im Gegenteil so.

00:52:55: Und ich glaube auch nach wie vor trotz aller aktuellen Umstände und auch zukünftige Umständen, die die Sache vielleicht nicht einfacher machen.

00:53:06: Bin nach wie vor überzeugt davon dass der Kreuzfahrtenmarkt auch weiter wachsen wird.

00:53:10: Und was wir auch gelernt haben ist in dem Segment kann man nicht warten bis die Nachfrage mal da ist sondern man generiert die Nachfragen eben durch die Kapazität, Durch Neuerungen, durch Fahrpläne, durch Innovation.

00:53:29: Also es gibt so viele Hebel, wie man Nachfrage generieren kann und in der Zwischenzeit baut man eben das Schiff für diese Nachfrage.

00:53:38: Also im Jahr zwei Tausend neun ging dann die Mein-Schiff an den Start?

00:53:42: Wie lange hat es gedauert bis man wusste oh das ist was wirklich funktioniert auch?

00:53:50: Das wussten wir vor dem Start!

00:53:51: Achso, sehr selbstbewusst

00:53:54: Nein, anders kann man das ja gar nicht angehen.

00:53:57: Also im letzten Endes wir werden ja verrückt gewesen, wir hätten damals ein Schiff gekauft für zweihundertfünfzig Millionen Dollar oder Euro und dann gleichzeitig zu sagen aber das war es jetzt sondern uns war klar Wir bauen etwas, wir machen etwas Und wir wollen auch expandieren.

00:54:16: und dass Tui Grusis mittlerweile bei Schiff Nummer Das haben wir damals so auch noch nicht vorausgesagt, aber das Ziel war schon in den nächsten fünf Jahren sechs Schiffe zu haben und das haben wir dann irgendwo sukzessive auch erreicht.

00:54:38: Warum?

00:54:40: A. Haben die an den Markt geglaubt Wir haben an der Nachfrage geklappt Wir haben mal das Potenzial geklaut Und wir waren überzeugt dass das ein Produkt ist was die Bedürfnisse vieler hundert Prozent trifft, die sich mit der Entscheidung tragen irgendwann auch mal aufs Wasser zu gehen.

00:54:59: Wir hatten unsere Anfangsschwierigkeiten mit der umgebauten Galaxy am Anfang.

00:55:04: Man muss auch mal... Ich glaube was?

00:55:07: heute schmunzelt man darüber.

00:55:08: aber ich glaube man darf gar nicht vergessen, was in der Zeit auch geleistet wurde.

00:55:15: also Die Gesellschaft wurde gegründet In dem Jahr, dass sie in den Handelsregister eingetragen haben.

00:55:24: Am neunzwanzigsten April hatten wir die erste Pressekonferenz im Jahr, mitnehmen der Finanzkrise.

00:55:30: Da ging ja schon wieder die Frage los, warum ihr jetzt auch die Finanzkriese und Geld sitzt nicht mehr so locker?

00:55:37: Und jetzt kommt ausgerechnet ihr und wollt noch schiffe zu.

00:55:41: Kapitalinensibles Produkt.

00:55:44: Muss man auch erklären, das ist über heute nachzudenken, sondern was ist morgen?

00:55:51: Das ist das eine.

00:55:53: Zu dem Zeitpunkt fuhr die Galaxy noch als Galaxy.

00:55:57: Wir haben uns sie zwar angeschaut, aber die fuhr noch als galaxy und die fuh'n auch als galaxy.

00:56:02: bis zum Februar zwei tausend neun Und ich sah bis zum februar zweitausendneun nicht so aus wie die mein schiff eins in der herr aussah.

00:56:11: Im september des gleichen jahres hatten wir buchungsstaat.

00:56:17: In der zwischenzeit haben wir ein preisystem entwickelt, ein reservierungssystem entwickelt, katalog erstellt Ja, mit Bildern oder mit Skriples oder Ränderings.

00:56:30: Wo wenn ich wusste zieht es dann wirklich so aus!

00:56:33: Es ist alles auf die Philografie hinaus gelaufen.

00:56:38: Im September haben wir den ersten Pax generiert Und im Februar haben wir das Schiff abgerohlen, haben dann unsere Demulierungskreuzfahrt gemacht nach Bremerhaven und dort wurde der Schiff komplett mehr oder weniger ausgehöhlt und neu zusammengesetzt.

00:56:57: Im Mai war die Taufe also wenn man sich das überlegt von Gründung einer Kreuzfahrtsgesellschaft bis zum ersten Passagier waren das gerade mal dreizehn Monate wurden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, damit wir überhaupt einen vernünftigen Staat hinlegen können.

00:57:16: Ich fand das fast atemberaubender als mein Beginn war ja jeder wo ich ein Teil des Managements war und bei Tuikus.

00:57:28: es war einfach so...ich war das Management und meine Gesellschaften die haben uns machen lassen.

00:57:36: aber das erhöhte den Druck oder das minderte den Druck auch nicht, sondern wir wussten was ist die Deadline und das mussten wir tun.

00:57:45: Und wir mussten Haufen Geld in die Hand nehmen damit der Schiff so aussieht wie wir glauben es aussehen soll damit der Gast sich vom ersten Tag an wohlfühlt.

00:57:55: und so ist dann auch das Thema Wohlfühlschiff entstanden.

00:57:57: Das war ja alles ein Prozess der nebenher lief.

00:58:01: Auch der Name Mein Schiff.

00:58:03: wer heute selbstverständlich ist Der war damals gar nicht so selbstverständlich, auf der hat sich letzten Endes aus der Philosophie heraus entwickelt.

00:58:28: Nicht von Anfang an.

00:58:29: ganz wichtig ist ja das Premium alles inklusive bei Mein Schiff, was jetzt aber auch auffällt.

00:58:35: Kaum eine Rederei auf der Welt macht sowas?

00:58:37: Ist die Idee für die Rederei selber vielleicht in Wahrheit doch gar nicht so gut aus geschäftlicher Sicht.

00:58:43: oder wie ist es wenn man sagt so naja besser wenn die Leute dafür bezahlen oder teure Pakete kaufen?

00:58:52: Das ist auch ne Philosophie Frage.

00:58:54: Ich glaube also man sollte wissen warum premium alles inklusive überhaupt entstanden ist.

00:59:00: Also es war tatsächlich nicht von Anfang an so gedacht, wir sind genauso wie alle anderen auch auf einem klassischen Weg unter gewesen was sich im Preis inkludiert und was eben nicht.

00:59:13: Wir haben aber auch festgestellt wollen wir dieses Preisrennen mitmachen oder versuchen wir etwas anderes und so haben Was können wir tun, um unser Produkt aufzuwerten?

00:59:33: Ist wenn ich ein Teil der Getränke und auch einen Teil der Gastronomie in den Preis inkludiere, der vorher explodiert war ist das eine Auffertung meines Produktes.

00:59:45: Und gibt es dafür eine höhere Preisbereitschaft?

00:59:50: Von der Untersuchung her von einem Mavo her war das machbar.

00:59:56: aber das eine ist die Theorie des anderen die Praxis.

00:59:59: Und wir haben uns dann vier verschiedene Reisen ausgesucht mit unterschiedlichen Zielgruppen, in den unterschiedlichen Destination und haben quasi mit diesem Zielgruppe und Destination mal das Premium alles inklusive so wie es grob gedacht haben ausprobiert.

01:00:18: Die Ergebnisse waren eigentlich eindeutig.

01:00:23: Es gab bei der Nachbefragung genau auf diesen Reisen eine höhere Preisbereitschaft und es gab eine höre Zufriedenheit.

01:00:35: Und das ist ja das Entscheidende für uns gewesen.

01:00:40: Daraufhin haben wir gesagt, jetzt setzen wir das Premium all-inclusive rum was bei den bestehenden Schiffen eher eine logistische Herausforderung war und weniger eine Monetäre, was dann bei den neuen Schiffen aber viel einfacher umsetzbar war.

01:00:58: Weil man eben auch die Distribution, Getränke, Logistik, Gastronomie so gestalten konnte – das ist auch passt!

01:01:09: Und dass es für den Gast erkenntlich war wann kostet etwas extra und wann nicht?

01:01:15: Es hört sich durchaus wenn man sich die Durchschnittspreise anguckt Und wenn ich mir das heute noch angucke, und das kann man dann durchaus mal in den Vergleich mit anderen Rädern einsetzen.

01:01:25: Dann sind die Durchschnittspeise, die Trikosis erzielt im Schnitt durchaus höher als bei anderen Rädereien – mit einem anderen Konzept.

01:01:35: Vielleicht sind die Onboard-Revenues niedriger?

01:01:36: Das weiß ich nicht!

01:01:37: Also die Umsätze, die man noch an Bord macht... Was so aus meiner Beobachtung ist….

01:01:41: Ich würde sagen Es sorgt für eine sehr hohe Markentreue, weil es einfach unglaublich unkompliziert ist.

01:01:49: Ich kann also nachts da irgendwo noch hingehen, kann mir da zur Not oder vielleicht nur eine Cola oder vielleicht nachts dann lieber die Fanta, kann mich die irgendwie holen?

01:01:57: Da ist keine Tee oder keine Ahnung ein Ingwer-Tee.

01:02:01: jetzt sind wir beide erkältet gerade Ingwertee so ich kriege meine Getränke muss nichts unterschreiben und ich merke das wenn mich als jemand der sich ein bisschen auskennt, wenn nicht immer Leute fragen ja Sie möchten gerne etwas haben, was so ist wie Tui Cruises.

01:02:16: Wo das so unkompliziert ist und es dann wirklich wahnsinnig schwierig etwas Ebenbürtiges auch in dieser Hinsicht zu empfehlen weil es dann ganz kompliziert wird.

01:02:28: wenn ich jetzt bei internationalen Anbietern sie wissen dass da die Sauna ist immer normalerweise exklusive, zumindest jetzt im Premium-Segment muss ich mal was für bezahlen.

01:02:38: Das ist teilweise ein Vermögen das sich allein für die Sauna auf den Tisch legen muss Und ja, das macht so.

01:02:44: Also die Kundenbindung glaube ich sehr stark weil wenn wenn ich nun sage dass für mich ist dieses Unkomplizierte wirklich wichtig dann wird es wirklich schwierig da etwas Ebenwürdiges zu finden.

01:02:55: Da sind wir schon jetzt im Luxussegment und dann müsste ich ein bisschen mehr Geld auf den Tisch legen.

01:03:00: Das ist vielleicht stärker als ein Vielfahrer-Programm.

01:03:08: Die Leute sagen immer mensch, warum gibt es kein viel Fahrerprogramm?

01:03:11: Ich weiß nicht wie weit sie das so noch aus der Außensicht verfolgen.

01:03:14: Das pausiert seit längerem und ich glaube weiß ich, dass passiert auch nichts mehr aber...

01:03:19: Also ich wollte damals keins.

01:03:23: Ich wurde kein sogenanntes Kundenbezwingungsprogramm Denn letzten Endes, wenn ich einen Superprodukt habe und wenn ich versuche jeden Tag die Leistung auch zu liefern, die Verspreche dann binde ich den Kunden an mich so oder so.

01:03:42: Wie soll denn sowas gestaltet werden?

01:03:43: Wenn ich heute sehe dass ich nach der zweiten Reise schon viel Fahrer bin und zwanzig Prozent Ermäßigung bekomme wer zahlt denn diese zwanzige Prozent die ich ermäßigt bekomme?

01:03:52: ja dem muss doch von der Neukunde drauflegen.

01:03:54: also insofern Die beste Kundenbindung ist immer noch die, liefert das Produkt ab was du versprichst und sei noch ein bisschen besser.

01:04:06: Genau, dann muss man sich gar nicht so Gedanken machen.

01:04:09: Sie waren bis aus dem Jahr zwei Tausend vierzehnt bis nach der Mein Schiff drei die sie in Dienst gestellt haben bei bei Tui Cruises wenn wir jetzt mal in die Zukunft springen.

01:04:19: Zwei tausend zwein dreißig da würden wir einmal die Zahl der Schiffe einfach mal vergleichen.

01:04:25: Aida Dreizehn Schiffe mein Schiff elf Schiffe.

01:04:29: also ist die Planung fast gleichstand.

01:04:33: Hätten Sie damit gerechnet, also abgesehen davon, man müsste natürlich die Betten zählen.

01:04:37: Aber jetzt von der Anzahl der Schiffe.

01:04:39: hätten sie das gedacht, dass das mal so in dem Maße eintritt?

01:04:44: oder hätte sie gedacht, man wird immer deutlich dahinter liegen?

01:04:48: Also deutlich dahin da nicht.

01:04:52: Ich habe ja gesagt wir haben einen Potenzial ins Auge gefasst.

01:04:57: Das waren damals drei Millionen.

01:04:59: Heute darf man das durchaus erweitern und wenn mal runterbricht, wieviel Schiffe das jetzt bedeuten würde bei einer Durchschnittskapazität von dreieinhalb Tausend.

01:05:10: Dann ist es nicht unrealistisch.

01:05:12: was wir allerdings auch feststellen ist dass sich um diese Volumenprodukte ja völlig neue Segmenten oder alte Sekmende neu entwickelt haben und auch gewachsen sind.

01:05:26: Das ist ja das eigentlich Spannende was man dabei auch noch sehen kann.

01:05:31: also Ich glaube, AIDA hat grundsätzlich für den deutschen Markt einen Weg bereitet, den viele damals so nicht gesehen haben.

01:05:42: Also wirklich von der reinen Begehrlichkeit hin zur Erreichbarkeit entwickelt und mit dem Markteintritt vom Tuikrusis wurde die Ereichbarkeit erweitert die Differenzierung, die ich auf dem Wasser haben kann nochmal deutlicher zum Ausdruck gebracht.

01:06:12: Aber irgendwo gibt es ja die Gemeinsamkeiten und deswegen glaube ich auch das jedes neue Schiff ob es nun von der Ida kommt oder von Turgusis kommt oder wo da von Phoenix kommt oder vom wem auch immer kommt dazu beiträgt den Markt weiter wachsen zu lassen.

01:06:30: Es gibt wahrscheinlich andere Hinderungsgründe und nicht das Bedürfnis des Kunden, sondern eher geopolitische Situationen.

01:06:41: Dacheiligkeitsdämen, Umweltbewusstsein, Overtourism und all die Dinge, die hier vielleicht einen gewissen Boom bremsen könnten.

01:06:50: aber da sind die Redarein dann eben gefragt dass frühzeitig zu erkennen und entsprechend auch darauf einzugehen und Lösungen zu schaffen.

01:07:00: Jetzt geht ja erstmal die MineShift Flow an den Start, das neunte Schiff.

01:07:04: Das ist der erste Neubau, MineShifftree.

01:07:07: Brutto Raumzahl damals knapp hunderttausend BRZ und ich muss sagen Ich war dabei als Sie damals gesagt haben so Ja das ist jetzt eigentlich so die maximale Größe wo sie so einen Wohlfühlkonzept jetzt eigentlich sehen.

01:07:20: Und jetzt sind die Flow doch jetzt so sechzig Prozent größer.

01:07:26: Wahrscheinlich, ja.

01:07:27: Vielleicht weil man das Konzept ein bisschen geändert hat.

01:07:28: oder wie passt das zusammen mit dem was Sie gesagt haben?

01:07:31: Wobei jetzt sind sie auch nicht mehr dafür verantwortlich aber...

01:07:35: Also das war vor mittlerweile knapp zwölf Jahren.

01:07:41: Zwölf Jahre zurück betrachtet stehe ich dazu.

01:07:45: Logisch!

01:07:47: Beides setzt noch etwas anderes voraus.

01:07:49: Wohlfühlen ist ja nicht nur Größe.

01:07:52: Wohlfügelse ist ja auch Kommunikation es ist Service Es ist der Umgang miteinander.

01:07:59: Der Umgang miteinander heißt Umgang unter den Gästen, das heisst umgang mit dabei zum Gast und umgekehrt und vieles gehört dazu und es ist natürlich auch die Sprache.

01:08:11: Die Sprache trägt ja sehr viel zum Wohlfühlen bei.

01:08:13: Sprache wenn ich sie verstehe so Ich hätte mir Das Zwei Tausend vierzehn nicht vorstellen können dass man ein wohlfühlprodukt so wie wir es mal definiert haben auf ein Schiff bringen kann, das viertausend Betten hat.

01:08:34: Vielleicht ist das heute so?

01:08:35: Ich habe der Schiff nicht gesehen.

01:08:38: Ich werde jetzt die Gelegenheit aber haben bei dem nächsten Schiff mal mit drauf zu sein und zu sehen ob das wohl für den Schiff eben auch bei einer größeren Kapazität funktioniert weil es ja immer auf die Leistung vor Ort ankommt.

01:08:54: also Wie nehme ich dem Gast eine gewisse Belastung weg, das gehört ja auch zum Wohlfühl.

01:09:00: Das fängt beim einen Ausschiffen an.

01:09:02: Das geht über Restaurantkapazitäten, das geht weiter zur Servicequalität und das geht über Verfügbarkeiten.

01:09:10: Und das fängt ja beim Deutschen mit Liegestüllen an und endet mit dem Besuch in der Sauna.

01:09:17: Also uns Schlange stehen am Buffet und all diese Dinge so... Ich bin gespannt, muss ich dazu sagen.

01:09:29: Ob das alles so machbar ist?

01:09:31: Aber ich habe auch gelernt, jede Dekade hat so seine Entwicklung gehabt und wir haben zu Eingangs gesagt die Aida Kara damals oder Aida mit eintausend einhundert sechsunachtzig Betten ja also ich hab die vor ein paar Jahren in Kiel liegen sehen neben der mein Schiff also der alten Mein Schiffklasse Und das sah die schon ziemlich klein aus.

01:10:01: Ich weiß auch noch, dass wir in der Sitzung in Deutschland ein Schiff mit zweieinhalb Tausend Betten ist.

01:10:08: So wie andere gesagt haben.

01:10:09: Elfhundertsechstenundachtzig geht gar nicht und wir den nächsten Sprung wieder wieder auf Dreizehnhundert noch was gemacht haben zu zweien halb um.

01:10:16: ob das auf dem deutschen Markt geht heute heute reden wir nicht mehr darüber.

01:10:20: so also zum einen Geht's anscheinend auch größer und zum anderen muss man eben sehen, ob dann die Produktphilosophie beibehalten werden kann.

01:10:30: Und das ist glücklicherweise nicht mehr meine Aufgabe.

01:10:34: Aber sei es glücklicherweise... Ich muss es nicht liefern!

01:10:39: Ja aber natürlich wenn man sich dem verschrieben hat, ist das eine zusätzliche Herausforderung und ich denke den machen das ganz gut

01:10:50: So, diesen Weg den Sie dann bestritten haben mit der Gründung eben von Tui Cruises.

01:10:54: Glauben sie das es heute oder wie mehr in der Zukunft noch mal möglich sein wird so eine neue Kreuzfahrtmarke auf dem deutschen Kreuzahrtmarkt zu etabliern?

01:11:06: Mit mehreren Schiffen?

01:11:07: oder glauben Sie nach hat er Zug ist wenn man sowohl das Schiff ist abgefahren?

01:11:11: Nee ich glaube nicht dass es abgef fahren ist weil ich glaube Es ist eher die Frage was für ein Produkt möchte ich machen?

01:11:18: ja Und wenn ich die Chance habe, heute eine neue Redarrei aufzusetzen.

01:11:24: Da muss sich genauer wissen für wen zum einen und zum anderen.

01:11:30: Ich würde sämtliche mir zur Verfügung stehenden Techniken in Bezug auf Zero Emission zu nutzen machen und entsprechend hier anzusetzen Und ich würde auch gar nicht so sehr über Größe diskutieren, weil ich glaube dass man in Zukunft also entweder man schafft ein Isolationsprodukt.

01:11:54: Das heißt das Schiff ist die Destination und da wo ich jedenfalls eigentlich rutscht jetzt übertrieben formuliert oder ich schaffe einen Kreuzfahrt Produkt wo ich sage die Destination ist ganz bewusst Teil meines Kreuzfahrtproduktes und nicht nur in Form von Ausflug, sondern ich integriere es in den Sport-, in dem Wellness-, in den Entertainmentbereich, in die Gastronomie.

01:12:21: Es gibt ja bereits ein Konzept in dieser Art.

01:12:25: Du ist leider immer das Problem, sobald du so einen Konzept haben und fertig hast dann ist irgendwo auf dieser Welt eine Krise die Investoren zurückhält.

01:12:35: und sei da investieren wir nicht hinein, im Moment nicht.

01:12:38: Dann schauen wir mal und so.

01:12:40: Und deswegen schlummern so etliche Projekte eigentlich in den Schubladen, die aber soweit wären dass man sie umsetzen könnte und auf eine Chance hätten wachsen zu können.

01:12:52: Und wenn wir gucken jetzt mehr Schiffe in der Zukunft, schön und gut.

01:12:56: Aber Sie haben es gesagt man braucht ja im Grunde die Destinationen also gerade jetzt so aus der deutschen Perspektive.

01:13:03: Wir haben jetzt halt nicht so eine ganz jahres Badewanne wie die Karibik um die Ecke sondern gerade mit dem Winter ist es glaube ich durchaus noch Herausforderungen jetzt mit dem Orient erst mal bis auf weiteres auch nicht mehr geeignet.

01:13:16: hätten sie noch Ideen für deutsche Anbieter?

01:13:19: Für den Winter wo man fahren könnte?

01:13:22: Die würden Sie wahrscheinlich wenig verraten, da könnten sie viel Geld für nehmen.

01:13:24: Aber wenn es sich dann ... Nein,

01:13:27: also so

01:13:27: viele Ideen

01:13:28: kann's ja gar nicht geben.

01:13:30: insofern ich finde das schon sehr spannend zu sehen wie sich Winterabfahrten Richtung Norden jetzt Stück für Stück durchsetzen.

01:13:41: Es deckt natürlich nicht, nicht jetzt Dubai ab oder ähnliches.

01:13:46: Ich kann auch nicht alle Schiffe auf die Kanaren bringen.

01:13:50: Wenn ich an die Karibik denke muss ich natürlich auch sehen was kosten mich?

01:13:55: Die Flüge sind die Kapazitäten überhaupt da und die Räder rein wachsen ja auch und jeder will seine Gäste dahin bringen.

01:14:05: Wir haben diese Destination eigentlich auch im Winter, von dem man ab Deutschland fahren kann.

01:14:11: Dann geht fährt man eben in den Süden ab Deutschland.

01:14:14: also die Frage ist schaffe ich es wieder längere Kreuzfahrten zu machen?

01:14:17: was passiert auf den Kreuzfahren?

01:14:19: und das zweite ist schaff ich es auch mit den Destinationen gerade im Mittelmeerbereich ist auch im Winter attraktiver zu gestalten und diese Reisen man eben nicht nur über den Preis voll macht, sondern wenn sie sich mal die griechen Inseln angucken, schalten die um auf ganz Jahresbetrieb.

01:14:43: Würden die das für mich als Rederei tun oder nicht?

01:14:46: Wenn alle Hotels leer sind, ich meine selbst auf Mallorca Zumindest war das letztes Jahr noch so, wenn acht Prozent der Hotels im Winter zu sind.

01:14:55: Dann haben wir auch viele Gastronomiebetriebe zu und dann laufe ich da rum.

01:15:02: und was mache ich denn jetzt?

01:15:05: Also schwierig!

01:15:08: Die vorhandenen Winterdestinationen, die es gibt oder wo ich in den Winter hinfahren kann... die weiterzuentwickeln und gemeinsam mit den Destinationen zu entwickeln.

01:15:18: Das ist eigentlich der spannende, weil wir haben es jetzt an Dubai gesehen.

01:15:23: Ich bin überzeugt dass das wiederkommen wird aber da bleibt was hängen.

01:15:26: klar Wir haben das in anderen Destination ja auch erlebt.

01:15:31: schwierig also Es ist begrenzt oder ich gehe wirklich her.

01:15:37: Das haben wir mit Pullmantur zum Beispiel gemacht.

01:15:39: Wir haben die Spanier Lateinamerika als ganz jahres Destinationen gemacht und haben ein Schiff komplett dort hingestellt, uns sind da gar nicht mehr weg.

01:15:49: also mit einem unserer größeren Schiffe sind wir ganzjährig von Carolina und von von Cologne, also sprich von Panama losgefahren und haben allerdings auch nur diesen Markt bedient.

01:16:04: So, jetzt haben wir den Vorteil gehabt dass wir ein spanisch sprechender Markt waren und ein spanich sprechendes Produkt.

01:16:11: Das kann ich mit dem deutschen Produkt etwas beschwieriger machen aber wer weiß vielleicht denkt man sogar darüber nach und ich würde das jetzt so machen.

01:16:24: Ich würde als TUI nicht als Tuikusis Aber ich würde als tui tatsächlich mal darüber nachdenken wenn ich schon versuche Und die Initiativen gibt es ja aus dem spanischen Markt heraus, für den spanischen Markspanisch Beninmar mehr Produkte zu entwickeln als globaler Touroperator aufzutreten in diesen Märkten.

01:16:48: Würde ich tatsächlich darüber nachdenken ob ich dann nicht auch ein Kreuzfahrtprodukt in diese merke stelle ...dür diese Märkte.

01:16:59: Das hat mit Tuikou so selbst nichts zu tun, aber es kann ja von da aus gesteuert werden oder wie auch immer.

01:17:04: also... Da gebe's dann durchaus möglich.

01:17:06: und wenn dann tatsächlich jemand von den potenziellen deutschen Gästen sagt, oh da will ich jetzt, da frage ich mal damit, aber ich weiß die sprechen nur Spanisch warum auch nicht?

01:17:16: Aber solange ich mit neunzig Prozent Deutschsprachig unterwegs bin, dann bin ich natürlich auch ein Stück weit limitiert aufgrund der Logistik.

01:17:28: Ansonsten stellt auch ein deutscher SIF ganzjährig nach Singapur, warum nicht?

01:17:35: Natürlich habe ich dann meine klimatischen Probleme

01:17:37: etc.,

01:17:39: aber gibt es einen Markt?

01:17:41: Ich weiß es nicht!

01:17:43: Aber vielleicht gibt's einen.

01:17:46: Spannend auf jeden Fall.

01:17:47: Genau, wir haben das.

01:17:48: Die Spanier haben sie angedeutet und ich weiß gar nicht ob was gesagt haben.

01:17:52: Sie leben ja in Madrid seit vielen Jahren.

01:17:55: Das heißt da wo wir sie jetzt sehen und wo sie auch zuletzt tätig waren bei Pullmantur Crew... Ich spreche es immer falsch noch.

01:18:02: Cruceros sagt der Spanianer.

01:18:07: Sie können auch Cruises sagen.

01:18:08: Paul-Mantur Cruises, das haben wir in der Natur.

01:18:10: Ja ja ja, geht auch genau die drei.

01:18:14: Ja Herr Vogel!

01:18:15: Wir hätten noch... ... zwanzig Stunden, glaube ich weiter sprechen können.

01:18:18: Also insofern es war wie immer hochspannend was Sie erzählt haben also der Rückblick auf die dreißig Jahre.

01:18:26: ja und das passt so schön!

01:18:27: Das ist quasi so... Es sind Ihre Dreißig-Jahre wenn man so will hier beginnen in der Kreuzfahrtbranche.

01:18:34: aber es ist eben auch so der Beginn eigentlich einer Phase die jetzt mehr darüber hinausgeht als jetzt nur dreißzig Jahre AI dazu feiern weil es war im Grunde der Staat zu etwas zu etwas größeren, wenn man so pathetisch vielleicht sein möchte.

01:18:50: Ja ja weil wie gesagt es gab ja auch Entwicklungen drum herum.

01:18:56: ich meine manche Redereien gibt's nicht mehr, manche redereien sind gestärkt und manche Radereien haben einfach ihren Platz behaupten.

01:19:02: und ich finde immer noch fasziniert wie sich Phönix quasi hier behauptet.

01:19:10: Ich finde es toll, wie der Expeditionsbereich bei Hammergneut-Kreuzfahrten ausgebaut wurde.

01:19:17: Und wir sehen allerdings auch internationale Anbieter wie insbesondere MSC aber auch NCL und Costa die versuchen auf dem deutschen Markt und sich auch annähernd an die Bedürfnisse der Deutschen potenziellen Gäste sich da ein bisschen anzupassen und dafür eine Bereicherung Weizutragen.

01:19:41: Also wir haben nicht nur einen Markt entwickelt, sondern ich glaube man hat ihn auch geöffnet.

01:19:48: Genau das war ein gutes Schlusswort Lieber Herr Vogel.

01:19:51: Vielen, vielen Dank und es ist vor allen Dingen schön auch diese Leidenschaft zu sehen wie Sie auch über dieses Thema da sprechen können.

01:19:57: sie sind ja bis heute eher so im Unruhe stand würde ich mal sagen so auch mit man kann sagen mit siebzig man spricht ja nicht übers Alter aber kann man vielleicht doch mal sein.

01:20:06: Einen, einundseitig!

01:20:10: Also das hat mich ganz besonders gefreut.

01:20:13: in diesem Sinne wünsche Ihnen alles Gute und einen schönen Tag noch.

01:20:18: Danke, Herr Moer.

01:20:19: Wünsche ich Ihnen auch weiterhin gute

01:20:25: Fahrt!

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